Petrusgrotte in Antiochia
Foto: Claudia Schmitt
Nach dem Apostelkonzil leben Paulus und Barnabas, wohl in den Jahren 47 bis 49, wieder in Antiochia am Orontes. Sie lehren und verkünden mit vielen anderen das Wort Gottes (Apg 15,36).
In diese Zeit fällt auch eine . Dieser war nach Antiochia gekommen und hatte zunächst Gemeinschaft mit den Heiden, die Christen geworden waren, und mit ihnen gegessen. Doch dann bekam er Angst vor den beschnittenen jüdischen Gemeindemitgliedern und mied die Heiden. Das löst einen heftigen Streit zwischen den „Apostelfürsten“ aus. Paulus berichtet davon im Galaterbrief (2,11-21): „Ich bin ihm – Petrus – offen entgegengetreten“. Die Petrusgrotte in Antiochia erinnert an den Aufenthalt des Petrus.
Doch das bleibt nicht der einzige Streit unter Brüdern in Antiochia. treibt es, wieder auf Missionsreise zu gehen, wohl im Jahr 49. Die beiden bekommen ebenfalls einen heftigen Streit, obwohl sich ihre Zusammenarbeit während der ersten Missionsreise so hervorragend bewährt hatte. Barnabas will Johannes Markus mitnehmen, Paulus verweigert dies, weil Johannes sie während der ersten Missionsreise verlassen hatte und nicht weiter mit ihnen gezogen war. Offensichtlich ist Johannes für Paulus zu unzuverlässig.
„Es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung, so das sie sich voneinander trennten; Barnabas nahm Markus mit und segelte nach Zypern. Paulus aber wählte sich Silas und reiste ab, nachdem die Brüder ihn der Gnade des Herrn empfohlen hatten.
Apg 15,39-40
Die Kirchenführer der ersten Zeit waren vom Geist Jesu durchdrungen und zogen begeistert durch die Welt, um das Wort Gottes zu verkünden. Das hielt sie aber nicht davon, raubeinig miteinander umzugehen. Paulus, so könnte man sagen, war nicht von Pappe und setzte recht cholerisch seine Vorstellungen durch.
Warum sollte es heute in der Kirche anders zugehen?
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