Taladon – Schallholz, mit dem die Mönche statt mit Glocken zum Gebet und Gottesdienst rufen
Vlathadon-Kloster, ältestes Kloster in Thessaloniki
Foto: H. Brantzen
Eifersucht im geistlichen Leben – es gibt sie! Im religiösen und geistlichen Leben herrscht nicht nur den edel Wettstreit im Bemühen um Heiligkeit, sondern auch das eifersüchtige Wachen darüber, wer im geistlichen Leben angesehener ist, wessen Predigt mehr gelobt wird, wer eine größere Anhängerschaft hinter sich bringen kann.
Diese Art von Eifersucht bekommen auch Paulus und Silas in Thessalonich zu spüren (Apg 17,5-9). Die Juden wollen sich nicht von diesem dahergelaufenen Prediger ihr Religionsgeschäft kaputt machen lassen:
“Die Juden wurden eifersüchtig, holten sich einige nichtsnutzige Männer, die sich auf dem Markt herumtrieben, wiegelten mit ihrer Hilfe das Volk auf und brachten die Stadt in Aufruhr. Sie zogen zum Haus des Jason und wollten die beiden vor das Volk führen. Sie fanden sie aber nicht. Daher schleppten sie den Jason und einige Brüder vor die Stadtpräfekten und schrien: Diese Leute, die die ganze Welt in Aufruhr gebracht haben, sind jetzt auch hier, und Jason hat sie aufgenommen. Sie alle verstoßen gegen die Gesetze des Kaisers; denn sie behaupten, ein anderer sei König, nämlich Jesus. So brachten sie die Menge und die Stadtpräfekten, die das hörten, in Erregung. Diese nahmen von Jason und den anderen eine Bürgschaft und ließen sie frei. Die Brüder schickten noch in der Nacht Paulus und Silas weiter nach Beröa.“
Eifrig im Glaube
– aber nicht eifersüchtig.
Eifrig im Streben nach Heiligkeit
– aber nicht eifrig den Schein der Heiligkeit vor sich hertragen.
Eifrig in der Verkündigung des Wortes Gottes
– aber nicht in allem Recht haben wollen.
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