Theater von Milet
Foto: Hartmut Böhm
Paulus kommt über einige Schiffsstationen auf seiner Reise nach Jerusalem nach Milet, im Osten der heutigen Türkei. Er hält dort vor den Verantwortlichen der jungen christlichen Gemeinde eine ergreifende Rede, in der er Rechenschaft über seine Missionsarbeit, auch in der Stadt Milet, ablegt. (Apostelgeschichte 20,17-38)
Er spricht von der Ehrlichkeit seiner Verkündigung und seinen Ermahnungen. Er spricht über die Verfolgungen durch die Juden. Und dann spricht er mehrmals vom Heiligen Geist, der der Beweger von allem sei.
„Nun ziehe ich, gebunden durch den Geist, nach Jerusalem, und ich weiß nicht, was dort mit mir geschehen wird.“ (Apg 20,22)
Der Geist Gottes, der das Geschenk Jesus Christi nach Ostern ist, trägt sein Leben, hält sein Leben in einer Bahn.
„Nur das bezeugt mir der Heilige Geist von Stadt zu Stadt, dass Fesseln und Drangsale auf mich warten." (Apg 20,23)
Wenn er auf die vergangenen Jahre seiner Missionsarbeit zurückschaut, ist für ihn nach den vielen Verfolgungen offensichtlich, dass „Fesseln und Drangsale“ sein Schicksal besiegeln werden. Doch das versteht er nicht als blindes Schicksal, sondern als etwas, das ihm geschickt ist, vom Heiligen Geist in all den Jahren bereits bezeugt.
„Gebt acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bischöfen bestellt hat, damit ihr als Hirten für die Kirche Gottes sorgt, die er sich durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat.“ (Apg 20,28)
Seine Sorge gilt der Gemeinde. Doch die kann er beruhigt in die Hände der „Bischöfe“ legen (diese Bezeichnung ist noch nicht gemäß unserem Sprachgebrauch zu verstehen, sondern im Sinne von „Leiter“ und „Verantwortliche“). Der Heilige Geist beruft zu Aufgaben in der Gemeinde und sorgt für die Gemeinde.
Sich von Geist leiten lassen
– in allem.
Sich vom Geist berufen lassen
– hier und jetzt in der Gemeinde und in der Kirche.
Schlüsselwort 1, Schlüsselwort 2, ...