28. April 2026

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Angespült und festgehalten

Moment mal!

 

Da sagt jemand ein Wort, das sich nach Wahrheit anfühlt. Ein Wort, das gerade jetzt in meine Situation passt. Etwas, das mich in diesem Moment nährt und stark macht. Ich lese in einem Lieblingsbuch einen Satz, der mich tief berührt. Manchmal verstehe ich in einem Gespräch etwas ganz neu über mich selbst oder von der frohen Botschaft. 

Mein Momentgefühl sagt mir:

„Ich bin in jeder Situation gehalten. Mein Glaube ist so stark, dass ich nie mehr aus der Bahn geworfen werden kann.“ 

Aber der Glaube, der eben noch groß und weit war, fühlt sich an manchen Tagen an wie ein geschrumpfter Luftballon. Es wird Momente geben, in denen mein österlicher Glaube ins Wanken gerät. Tage, an denen die Freude getrübt ist. Immer wieder werden Pläne durchkreuzt, Sorgen um Menschen größer als mir lieb ist.

Diese Erfahrungen können meine Seele niederdrücken. Der sichere Boden meines Glaubens beginnt zu wanken. Verzweifelt suche ich nach einem Anker, an dem ich mein Seelenboot wieder festmachen kann. Ein Gedanke, nach dem ich mich wieder ausrichten kann. 

Am Eingang zu meinem Wohnzimmer steht auf einem Klemmbrett folgender Satz, der mir sehr wichtig geworden ist: 

„Manches wird an Land gespült. Und wieder ins offene Meer gezogen. Da musst du ganz wach sein.“ (Gisela Winterling)

Täglich fällt mein Blick darauf. Ich habe ihn dort aufgehängt als Appell. Wozu? 

Wie viele schöne und passende Worte und Gedanken werden in meinem Leben an Land gespült. Zum Glück habe ich viele dieser Wortschätze in den letzten Jahren in einer Schublade gesammelt. Manche verraten etwas von meinem aktuellen Seelenzustand und dienen als Sprungbrett zu einem persönlichen Text. Das Sammeln und Schreiben erlebe ich als hilfreich, um auf der Spur eines frohen Lebens und Glaubens zu bleiben. Wenn ich mich in diesem Strom des Lebens bewege, erlebe ich mich als kraftvoll und wirksam.

Es lohnt sich, wach zu bleiben für diese Momente, an denen Worte angespült werden. Es liegt an mir, ob ich sie wahrnehme und an Land ziehe. Indem ich Worte/Gedanken unterstreiche oder aufschreibe, kann ich sie festhalten und in meiner Seele verankern. So kann mein Seelenboot wieder mit neuer Kraft auf Fahrt geschickt werden.

Rita Krötz

 

Bild: © Rita Krötz

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