Zeichen der Zeit
Ein Bild geht um die Welt: Der amerikanische Präsident präsentiert sich als der heilende Heiland der Welt. Durch ihn soll, so seine Selbstinszenierung, die Welt genesen.
Es ist sicher so, dass Jesus Christus auch in unserer Zeit die Arme und den guten Willen von Menschen braucht, um sein Heil in der Welt zu wirken. Er hat keine anderen Arme als die unseren.
Doch wenn der Sohn Gottes zu einer Metapher zur Selbsterhöhung degradiert wird und Menschen sich selbst zur Christusgestalt der Gegenwart aufschwingen, dann wird der Abstand zwischen dem Urbild des Heils, Jesus Christus, und den menschlichen Abbildern verwischt und aufgehoben.
Um es mit den Worten des Papstes auszudrücken: Wenn man einerseits angeblich gegen Abtreibung stimmt, andererseits Menschen und ganze Völker zum Spielball von Machtbedürfnissen entwürdigt, dann ist das kein Einsatz mehr für das Leben. Vielmehr ergibt sich ein Gesamtbild von Egoismus und Entwürdigung anderer.
Der Zweck heiligt eben nicht die Mittel!
Bild: Heilung - Chorumgang Kathedrale Chartres - Foto: Hubertus Brantzen
