Impulse christlicher Denkerinnen und Denker für heute

Zeichen der Zeit

Das Buch lädt ein, das facettenreiche Nachdenken über Gott von 16 Persönlichkeiten nach- und mitzudenken. Gertrud von le Fort, Peter Wust, Edith Stein, Romano Guardini, C.S. Lewis, Bernhard Welte, Eugen Biser, Jörg Splett, Maurice Blondel, Madeleine Delbrêl, Simone Weil, Ignacio Ellacuría, Joseph Bernhart, Béla von Brandenstein, Gustav Siewerth und Ferdinand Ulrich geben Impulse für heute:

- Durchleben von leidvollen Krisen führt in die Nähe Gottes. Glaube wächst durch Festhalten im Dunkel der Not.
- Unterdrückter Zweifel führt zu Fundamentalismus und Fanatismus.
- Zeugnis geben vom eigenen Glauben motiviert andere.
- Ohne Anker im Unendlichen entsteht metaphysische Obdachlosigkeit.
- Glaube scheint menschliche Autonomie zu gefährden. Die Glaubenskrise ist eine Vertrauenskrise.
- Glaube ist freie Entscheidung, man kann ihr ausweichen durch Indifferenz, fundamentalistische Religiosität oder Atheismus.
- Glaube ist dialogisch, ist auf Mitteilung und Gemeinschaft angelegt, er ermöglicht Selbsterkenntnis, hat heilende Kraft.
- Die Glaubensfrage lässt sich nur durch Glaubensleben auflösen.
- Durch tätige Liebe Gott zu den Menschen bringen.
- Nicht Wille, Aktivität, Zielstrebigkeit, sondern Zurücknahme des Ich ermöglicht eine humanere Welt.
- Kampf gegen Ungerechtigkeit in und außerhalb der Kirche bewirkt neue Glaubwürdigkeit.
- Der Christ muss Beschützer aller leidenden Kreatur sein.
- Glaube gründet in Willen und Verstand, in der zur Liebe fähigen Natur des Menschen ebenso wie in seiner Ohnmacht und Sehnsucht.
- Frühe Erfahrungen prägen unser Gottesbild positiv sowie negativ. Die Verkündigung Jesu ermöglicht die Transformation dieser Vorstellungen.
- Die Mitte des Menschseins ist weder Aktivität noch Passivität, sondern sich ergreifen lassen.
- Ist der Mensch, bin ich, fähig zu staunen, angesichts geschichtlicher Ereignisse oder der Erfahrung von Liebe?  

Die vorgestellten christlichen Autorinnen und Autoren haben zu ihrer jeweiligen Zeit die Relevanz des Christentums neu ins Wort gebracht.

 

Anne-Madeleine Plum

Foto: Buchcover

 

10. März 2026

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