31. März 2026

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Zeichen der Zeit

 

In meiner Lieblingsbuchhandlung fiel mir ein Flyer über eine Wander-Ausstellung „Anne Frank“ der Anne Frank Stiftung Berlin in die Hände. Es freute mich, da ich eine große Verehrerin von ihr bin und mir die Ausstellung unbedingt anschauen wollte. Diese Ausstellung befindet sich in Weimar im „Museum für Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“. Die Informationen und Fotos über Anne Frank waren mir nicht unbekannt, eher eine Wissensvertiefung, aber es berührte mich wieder zu tiefst. Ihr Zimmer im Versteck, das Tagebuch, Zitate… Es bereitet mir Gänsehaut und Tränen, vor allem die Dokumente aus dem „KZ Bergen- Belsen“ mit ihrem Namen und der Namen noch so vieler anderen. 
Der Tag an dem ich dieses Museum besuchte, war der 21.März 2026, der „Tag gegen Rassismus“. Das wurde mir erst später bewusst. „Wie passend“, dachte ich. Die Wanderausstellung ist im „Borys–Romantschenko-Saal“ des Museums aufgestellt. Das „Museum für Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“ wurde am 8. Mai 2024 eröffnet. Es befindet sich im ehemaligen „Gau-Forum“ in Weimar und gehört zur Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau Dora.

 Es zeigt eine Zeitreise und Dokumentation wie Menschen aus dem während des Krieges besetzen Ländern nach Deutschland transportiert wurden und zur Arbeit in der Landwirtschaft und in den Fabriken gezwungen worden, da die deutschen Männer an der Front waren. Es waren Frauen, Männer und Kinder die unter menschenverachtenden Umständen arbeiten mussten oder getötet wurden.
Unter ihnen war auch Borys Romantschenko, der als 16.-Jähriger aus der heutigen Ukraine nach Deutschland verschleppt wurde. Nach einem Fluchtversuch kam er nach Buchenwald, Peenemünde und Bergen-Belsen. Er überlebte und engagierte sich für die Gedenkarbeit für Buchenwald-Dora und war Vizepräsident des Internationalen Komitees.
Am 18. März 2022 wurde sein Haus in der Ukraine bei einem Bombenangriff zerstört und er starb.

Nicole Elß

Foto: Frank Fritsch

 

31. März 2026

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