Stelle in Philippi, an der das Gefängnis von Paulus und Silas gewesen sein soll
Foto: H. Brantzen
Die Bibel wartet immer wieder einmal mit Kurzkrimis auf. Einer davon spielt in Philippi - Apg 16,16-40:
Paulus und Silas werden mehrer Tage von einer Magd belästigt, die von einem Wahrsagedämon besessen war. Sie sprach die Wahrheit:
„Diese Menschen sind Diener des höchsten Gottes, sie verkünden euch den Weg des Heils.“
Doch die beiden Missionare fühlen sich durch den Dämon belästigt, und Paulus spricht einen Exorzismus über die Frau.
Die Frau verliert ihre Wahrsagekraft, was wiederum deren Herrschaft missfällt, da sie nun keinen Gewinn mehr aus der Magd schlagen können. Sie schleppen Paulus und Silas vor die Stadtbehörten. Die Anklage lautet:
„Es sind Juden; sie verkünden Sitten und Bräuche, die wir als Juden weder annehmen noch ausüben dürfen.“
Die beiden werden ausgepeitscht und landen im Gefängnis, werden in der Nacht aber durch ein Wunder befreit. Ein Erdbeben lässt die Türen aufspringen. Der Gefängniswärter will sich aus Verzweiflung in sein Schwert stürzen, da er meint, die Gefangenen sei entflohen.
„Da rief Paulus laut: Tu dir nichts an! Wir sind alle noch da. Jener rief nach Licht, stürzte hinein und fiel Paulus und Silas zitternd zu Füßen. Er führte sie hinaus und sagte: Ihr Herren, was muss ich tun, um gerettet zu werden? Sie antworteten: Glaube an Jesus, den Herrn, und du wirst gerettet werden, du und dein Haus. Und sie verkündeten ihm und allen in seinem Haus das Wort Gottes. Er nahm sie in jener Nachtstunde bei sich auf, wusch ihre Striemen und ließ sich sogleich mit allen seinen Angehörigen taufen. Dann führte er sie in seine Wohnung hinauf, ließ ihnen den Tisch decken und war mit seinem ganzen Haus voll Freude, weil er zum Glauben an Gott gekommen war.“
Apg 16,28-34
Am nächsten Tag sollen Paulus und Silas offiziell entlassen werden. Doch sie beschweren sich, dass sie als römische Bürger ohne Ursache öffentlich ausgepeitscht wurden. Die obersten Beamten bekommen halte Füßen, gehen selbst zum Gefängnis und beschwichtigen die beiden.
„Vom Gefängnis aus gingen die beiden zu Lydia. Dort fanden sie die Brüder, sprachen ihnen Mut zu und zogen dann weiter.“
Beim ersten Hinschauen könnte man sagen:
Bei genauerem Hinschauen darf man sagen:
Schlüsselwort 1, Schlüsselwort 2, ...