Anmerkung zu einer bemerkenswerten Szene
Moment mal!
Auf dem Liveblog des ZDF war heute Morgen folgende Nachricht zu lesen:
15.06.2026, 07:53 Uhr
Nmecha, Tah und Curaçao-Spieler gehen mit Gebet viral
Nach seinem WM-Debüt gegen Curaçao nahm sich Felix Nmecha Zeit für seinen Glauben. Arm in Arm mit Nationalteam-Kollege Jonathan Tah und mehreren Gegnern bildete der 25-Jährige auf dem Spielfeld einen Kreis und betete. Die Szene erreichte in den sozialen Medien anschließend Millionen Aufrufe.
"Wir sind im Spiel Gegner gegeneinander und dann nach dem Spiel sind wir alle Christen und wir sind Brüder", sagte er in der ARD. "Da haben wir einfach ein kleines Gebet zusammen gemacht, weil wir sind immer noch sehr dankbar."
Man kann trefflich darüber streiten, ob der Rasen eines Fußballfeldes der passende Ort für ein „Glaubensbekenntnis“ ist oder nicht. Und auch über die – wirkliche? fundamentlistisch-christliche? – Lebens- und Glaubenseinstellung von Felix Nmecha lässt sich mit guten Gründen trefflich streiten.
Auf der anderen Seite: Wenn Gott überall zugegen ist, in Gotteshäusern, in unserem Alltag, mitten in der Welt – dann gewiss auch in Fußballstadien. Das sind doch wohl keine Zonen, in denen sich Gott nicht „aufhält“.
Um es abschließend zu verdeutlichen: Ich bin kein Anhänger evangelikal-fundamentalistischen christlichen Glaubens und auch kein Anhänger weltanschaulicher Neutralität, die meint, Gott immer und überall heraushalten zu müssen. Die Fußballer haben mit ihrem Gebetskreis an Gott erinnert, geschwisterlich und in Dankbarkeit – und das finde ich gut!
Foto: Wilfried Röhrig, mit ChatGPT generiert
